Denkmalgeschützte Immobilien - eine sinnvolle Investition

Die prachtvollen denkmalgeschützten Gebäude der Parkresidenz Illenau sichern ihren zukünftigen Bewohnern Luxus und Lebensqualität. Für die Eigentümer sind sie darüber hinaus eine überaus vorteilhafte Kapitalanlage.
 
 

 

Großherzog Leopold und der Badische Landtag standen Pate, als im Juni 1839 die feierliche Grundsteinlegung für die heutige Parkresidenz stattfand. Nach dem die grünen Auen durchfließenden „Illenbächel“ taufte der Groß-
herzog das Projekt auf den Namen Illenau.

Die Pläne für den Bau der Illenau gingen zurück auf
die fortschrittlichen Ideen des Arztes Dr. Christian Friedrich Wilhelm Roller und auf seinen Traum von der Errichtung einer modernen Pflegeanstalt. Roller maß der Unterbringung der Menschen einen überaus wichtigen Stellenwert bei. Er glaubte an die heilende Kraft der Schönheit, in der Natur wie der Architektur.

 

 

Das ideale Gelände fand sich in Achern. Auf dem etwa 14 Hektar großen Areal entstand unter dem Baurat
Hans Voß ein beeindruckendes, schlossähnliches Ensemble in klassizistischem Baustil. Umgeben waren die Gebäude mit Gärten und landwirtschaftlich genutzten Flächen inmitten einer natürlichen Parklandschaft.

 

Als die Illenau im September 1842 ihren Betrieb als Heil- und Pflegeanstalt aufnahm, war sie die modernste derartige Einrichtung Europas. Für die Patienten fanden Wanderungen zu den Allerheiligen-Wasserfällen, zum Mummelsee und zu anderen Naherholungszielen statt. Die Therapie erwies sich in vielen Fällen als überaus erfolgreich, und so gewann die Illenau in den folgenden Jahren beständig an Ansehen. Schon bald kamen Inte-ressierte aus ganz Europa nach Achern. Viele Angehörige des in- und ausländischen Adels besuchten die Illenau. Der Komplex wurde deshalb fortwährend um neue Gebäude erweitert.

 

  Ohne den Einfluss zweier Kriege hätte die Erfolgsgeschichte der Illenau wohl nahtlos fortgeschrieben werden können. Die harten Zeiten des Ersten Weltkriegs überstand das Pflegeheim in vorbildlicher Weise, indem sich die Mitarbeiter und Patienten mit ihren landwirtschaftlichen Erzeugnissen weitgehend selbst versorgten. Die Machtergreifung der Nazis jedoch läutete das Ende der Illenau als Heilstätte für psychisch Kranke ein.
Der damalige Direktor Dr. Hans Römer bewahrte viele Patienten durch eine vorzeitige Entlassung vor dem Schlimmsten. Nach 1940 beherbergte die Illenau verschiedene nationalsozialistische Internatsschulen.

 

Von 1945 bis 1998 nutzte die Französische Armee die Illenau als Kasernengelände. Im Rahmen eines deutsch-französischen Festes öffnete die Illenau ihre Pforten im Mai 1992 zum ersten Mal für die Bevölkerung.

 

Seit 1990 engagieren sich verschiedene Bürgerinitiativen und Vereine für den Erhalt der Illenau und für das
Andenken an ihre wechselhafte Geschichte.

 



Der Freiburger Hans Voß wurde 1789 als Sohn des Dichters und Übersetzers Johann Heinrich Voß
geboren und war später Schüler des bekannten Architekten Friedrich Weinbrenner. Voß erhielt
den Auftrag, auf der Grundlage der ambitionierten Entwürfe des Arztes Dr. Christian Friedrich Wilhelm Roller die Baupläne für die spätere Illenau anzufertigen und den Bau durchzuführen.

In Anlehnung an die Philosophie von Voß’ Lehrmeister Weinbrenner entstand ein harmonisches Ensemble im klassizistischen Baustil. Die Illenau besticht auch heute noch durch die symmetrische Ausrichtung der Anlage, durch die durchdachte Gliederung der Gebäude- und

Fassadensprünge und die klare Formensprache der

Fassadengestaltung.

Von 1839 bis 1842 waren bis zu 400 in- und ausländische Arbeiter auf der damals größten Baustelle Badens tätig. Das Baumaterial stammte ausschließlich aus der nahen Umgebung.

 

Als Hans Voß wenige Jahre später, 1849, verstarb, war die Illenau bereits eine Einrichtung von internationalem Ruf. Hans Voß war ein idealtypisches Glanzstück des Klassizismus gelungen. Indem er Rollers Visionen zur Vollendung führte, schenkte er der Nachwelt ein beeindruckendes architektonisches Bauwerk von

bleibendem Wert – ein im besten Sinne lebendiges Denkmal.